Meine neue Website: mit Routen-Plan zum Relaunch

Meine kleine, neue Website gefällt mir richtig gut. Doch der Weg dorthin war kurvig und auch mal steil. „Wieso? Du machst so was doch dauernd für andere?“ Ja, genau. Für andere, aber nicht für mich selbst. (Die Frage habe ich im vergangenen Jahr übrigens mehr als einmal gehört.)

Tatsächlich war mein Weg zu meinem eigenen, neuen Internetauftritt rückblickend im ersten Anlauf eine Odyss… äh … spannende Reise. Und ich darin die (tragische?) Heldin, die wie Sisyphus immer wieder denselben schweren Brocken aufhebt und von A nach B schleppt. Von wo er wieder zurückkullert und so weiter. Sagenhaft. Aber überflüssig. Zumindest die Fehlversuche bis Ende 2018.

Warum das so war, habe ich heute verstanden. Und diese Erkenntnis teile ich hier gern. Mittlerweile helfen mir diese Erfahrungen, meine Kunden noch besser zu verstehen. Denn gar nicht so selten haben sie so eine Irrfahrt schon hinter sich oder stecken mittendrin.

Erst durch’s Briefing, dann auf den Berg!

Aber erstmal kommt hier mein persönliches Happy End: Anfang 2020 ging’s nämlich bergauf, aber ohne Findling auf den Schultern.

Für meinen neuen Webauftritt war die Bestandsaufnahme mit Briefing die Initialzündung. Klingt dröge, ist aber ein Muss mit magischen Momenten (ehrlich!). Denn so ein Projektstart ist die Chance, alle diese Fragen mal wieder aktuell zu beantworten und dabei ganz neue Erkenntnisse zu gewinnen:

  • Was macht dieses Unternehmen aus?
  • Wie lauten die Ziele?
  • Wer sind meine Zielgruppen?
  • Wo stehen wir im Wettbewerb?
  • Warum braucht die Welt dieses Angebot? Und warum diese neue Website?
  • Wann ist die Website erfolgreich?
  • (…)

Dabei meinte ich doch, alle Fragen zu meinem eigenen Business im Schlaf beantworten zu können. Und habe sie mir deshalb gar nicht mehr gestellt. Mein eigener Leitfaden für Kunden-Briefings umfasst übrigens über 30 Fragen.

Klarer Fernblick oder: professionelle Distanz

Tatsächlich braucht es den professionellen Blick von außen für eine saubere Standortbestimmung.

Soll heißen: Dass ich mich vor zwei Jahren zuerst völlig allein und etwas später mit einer Bekannten am Relaunch meiner Website versuchte, war keine gute Idee. Auf diesem Weg habe ich mich dann so richtig gründlich verlaufen. Zu viel Nabelschau, zu wenig professionelle Distanz.

Erwähnte ich schon, dass ich Unternehmen immer dazu rate, sich unbedingt den professionellen Blick von außen ins Projekt zu holen? Welche Vorteile das hat, habe ich gerade bei meinem Relaunch erlebt.

Projektplan und professioneller Popotritt: Meilensteine auf dem Weg zur neuen Website

Was waren die entscheidenden Meilensteine, die mich dieses Mal ohne weitere Umwege ans Wunschziel geführt haben? Rückblickend sind es diese gewesen:

  1. Die Entscheidung: Ich werde Kundin.
    Und investiere in die professionelle Dienstleistung für meinen Relaunch, die ich brauche.
  2. Eine schriftliche (!) Projektbeschreibung.
    Endlich habe ich den Relaunch meiner Website ausgeschrieben. So ein Aufwand für so ein kleines Projekt? Ja, aber dafür lag jetzt zum ersten Mal mein Auftragsziel schwarz auf weiß vor mir: auf zwei Seiten, klar und übersichtlich. Und zwar so, dass fremde Menschen es auch verstehen konnten.
  3. Vergleichbares Preis-Leistungsverhältnis.
    Übrigens habe ich in die Ausschreibung vier Agenturen hineingenommen, deren Auftritte mir gefielen und die in Köln/Bonn sitzen. („Gewonnen“ hat nicht der Günstigste, aber dazu später mehr.)
  4. Der Tabula-Rasa-Moment.
    Eine klare Start- und Kennenlernsituation mit Null persönlichem Vorwissen. Dadurch wurde ein kompletter Neustart möglich. Mir hat das bei diesem Projekt sehr geholfen.
  5. Projektmanagement als Aufgabe definieren – und vergeben.
    Inklusive professionellem Popotritt. Wenn ich für Kunden das Projektmanagement übernehme, schubse und trete ich auf Wunsch termingerecht und professionell (und natürlich: freundlich!). Aber bei mir selbst ist das ja schon physisch mindestens schwierig.
  6. Klare Aufgabenteilung.
    So war ich dieses Mal gar nicht erst versucht, in Design und Theme, Templates, Programmierung, Bildsprache, Fotostocks oder anderen Disziplinen herumzupfuschen. Mit meinem soliden Halbwissen hatte ich mich nämlich bei den vorigen zwei Versuchen hier und da dazu berufen gefühlt. Doch dieses Mal habe ich mich auf das konzentriert, was ich richtig gut kann: Content-Management und Texte für die Website (und, ok: Blog-Redaktion plus „ein bisschen“ SEO).
  7. Ein sauberes Briefing.
    Bei einem weiteren Treffen haben wir alle wichtigen Fragen abgearbeitet. Ohne diese „Ach, das weiß ich ja und brauche ich nicht mehr zu fragen“-Schlunzerei. Interessant, dass mein neuer Webdesigner eigentlich inhaltlich fast genau dieselben Fragen gestellt hat, die ich meinen (Neu-)Kunden als Webtexterin und Content-Managerin in so einer Briefingsituation auch stelle. (Guter Mann!)
  8. Erst der Inhalt, dann die Form. (Content ist King!)
    Zuerst haben wir den Content und die inhaltliche Struktur für meine neue Website festgelegt. Danach begannen die Designarbeiten und ich habe bald parallel getextet.
  9. Begeisterung, die ansteckt.
    Gerade bei diesem Projekt wollte ich Spaß haben. Dass mein Dienstleister von seiner eigenen Arbeit überzeugt ist und mich immer wieder mit seiner Begeisterung anstecken würde, hatte er mir schon beim ersten Kontakt gezeigt: „Sie werden sehen, das wird eine geile Seite!“ Später: „Das ist genial geworden, schau mal.“

(Übrigens war mein perfekter Sparringspartner für den Go Live meiner Website die Bonner Webdesign-Agentur junique um Agenturchef Junias Fenske. Nur, für den Fall, dass das jetzt jemanden interessiert.)

Gipfel stürmen statt Geröll stemmen

Deshalb war die Arbeit an einem neuen Webauftritt für mich dieses Mal eine sehr lehrreiche und manchmal sogar schöne Reise mit lohnenden Ausblicken. Vorerst letzte Etappe: der Gipfelsturm mit geglücktem Go Live im März 2020.

Ja, das hat Geld gekostet. Wer wissen möchte wie viel, darf mich gern persönlich fragen.

Aber das Geröllgeschubse bei den Fehl-Versuchen 2018 will ich niemandem zur Nachahmung empfehlen.

Kann ich meine neue Website nicht einfach günstig selbermachen?

Tatsächlich wäre mein Website-Projekt deutlich günstiger geworden, wenn ich die einsame Steinerollerei schon viel eher gegen das Profi-Team getauscht hätte. Nein, DIY war nicht billiger, sondern in meinem Fall nicht nur frustrierend, spaßfrei und erfolglos. Es war auch noch teuer!

Als ich die Gesamtkosten für die zwei Fehlversuche bis Ende 2018 mal überschlagen habe, wurde mir ganz schwummrig. Denn dabei habe ich echt Ressourcen verbrannt, zum Beispiel eigene Arbeitszeit in dreistelliger Stundenzahl.

Mein Fazit (und professioneller Rat): Hände weg von Do-it-yourself (and all alone), wenn Sie eine wirklich gute Website wollen!

Mit Guide zum Go Live

Doch ich bin ja nicht allein mit meiner Geschichte: Denn ich erlebe immer wieder, dass auch andere, gestandene Unternehmer*innen fachfremde Mitarbeiter*innen, Kolleg*innen oder Laien mit den Arbeiten an einer Website betrauen.

Dann sehe ich echt schlechte Texte, die viel Zeit (Nerven und Geld) gekostet haben. Da stört ein holpriger, schwer lesbarer Sprachstil, der auf SEO pfeift. Fachsprache baut Barrieren für Besucher und verbarrikadiert guten Content hinter Wortungetümen und in Bandwurmsätzen. In so manchem Keywordkonzept wurde schlicht die Zielgruppe vergessen. Oder es gibt gar kein Konzept.

Und wie oft entdecke ich beim Blick in den Seitenquelltext oder ins Redaktionssystem, dass noch nie Metadaten eingepflegt wurden oder völlig falsch. Dann fehlen Fokus-Keyword, Description und die richtige Textstruktur, damit Google den Content gut findet und User ihn leicht lesen. Oder die Seite ist zwar auffindbar, aber nicht sichtbar.

Bock auf Blog

Viele Website-Projekte gleichen einer langen Bergtour mit schwierigen Passagen. Da ist es wichtig, den richtigen Guide und ein zuverlässiges Team mit der richtigen Ausrüstung zu haben. Damit man unterwegs nicht plötzlich allein dasteht, den Mut verliert oder sich verläuft. Und mehr Spaß macht es auch, gemeinsam mit einem professionellen Team den Gipfel zu stürmen!

Weil meine neue Onlinepräsenz mir so gut gefällt, habe ich endlich wieder Bock darauf, mich mehr im www zu tummeln. Und ich schreibe sogar wieder für mein eigenes Blog.

Gleichzeitig habe ich schon so viel schönes Feedback bekommen, dass das die Arbeit der letzten zwei Monate sowieso wert war. Und: Gerade kamen die ersten Kundenanfragen über das Kontaktformular herein. Also bringt die neue Website doch tatsächlich neue Kunden und Aufträge.

Das wollen Sie auch? Aber ohne Umwege und vergeudete Ressourcen? Dann senden Sie mir einfach eine Projektanfrage.

(Foto: Tirachard Kumtanom, Pexels)